Provozieren südeuropäische Investoren eine Blase in Deuschland?

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Die Angst vor der Eurokrise und einer möglichen Rückkehr zu nationalen Währungen lässt wohlhabende Südeuropäer in die deutschen Immobilienmärkte investieren. Auf der Suche nach sicheren Anlagemöglichkeiten treiben sie die Preise in die Höhe. Droht eine Immobilienblase in den deutschen Metropolen?

Fast täglich überschlagen sich die Horrormeldungen aus Südeuropa. Die Nachrichten malen Schreckensszenarien von Staatspleiten, Rückkehr zu nationalen Währungen oder gar dem Zusammenbruch der gesamten europäischen Währungsunion. Und die Unsicherheit an den Märkten hinterlässt seine Spuren in der Bevölkerung.

Seit Ausbruch der Eurokrise – und verstärkt in den letzten Monaten – haben wohlhabende Südeurpäer damit begonnen ihr Geld ausser Landes zu schaffen. Das Ziel sind vermeintlich sichere Häfen wie Deutschland oder die Schweiz. Bevorzugt suchen die krisenflüchtigen Devisen sichere Anlagemöglichkeiten und landen bei Immobilien, die derzeit als “Betongold” vermarktet werden.

Kapitalflucht begann in Griechenland

Eingesetzt hatte die südeuropäische Kapitalflucht in Griechenland. Vorallem die wohlhabende Elite des Landes hatte, aus Angst vor Steuererhöhungen und einer Verschärfung der Steuerfahndung, ihre Rücklagen ausser Landes geschafft. Mittlerweile ist auch die Mittelschicht auf den Zug aufgesprungen – mit fatalen Folgen für Griechenland und seine Banken. Experten schätzen, dass täglich zwischen 500 und 800 Millionen Euro Guthaben von den griechischen Banken abgehoben oder anderweitig außer Landes geschafft werden. Manche Banken arbeiten bereits an Notszenarien, um einem weiterfortschreitenden Bank-Rush entgegenzuwirken.

Die Panik der Anleger hat in den letzten Monaten Spanien, Italien und Portugal, aber auch Frankreich und Österreich erreicht. Alle diese Staaten kämpfen mit erheblichen Kapitalabflüssen in Richtung der nördlichen Nachbarn. Vorallem Deutschland und sein vergleichsweise stabiler Immobilienmarkt erscheinen den südeuropäischen Kapitalflüchtlingen als attraktiv. “Wegen der Eurokrise und der Rezension in ihren Heimatländern versuchen immer mehr Anleger aus Südeuropa, ihr Geld mit deutschen Immobilien zu retten”, kommentiert Rackham Schröder, Engel & Völkers Commercial, die Situation. Auch die Immobilienvermarkter von Accentro bestätigen diese Entwicklung. Von den mehr als 900 Objekten, die innerhalb des letzten Jahres verkauft wurden, ging rund ein Drittel an ausländische Investoren – insbesondere aus Südeuropa.

Geld fließt in Metropolregionen

Auf der Suche nach Sicherheit entscheiden sich die meisten der neuen Investoren für die großen Metropolregionen Düsseldorf, Hamburg, München, Frankfurt und Stuttgart. Als besonders attraktiv gilt derzeit der Berliner Immobilienmarkt. Neben den vergleichbar niedrigen Immobilienpreisen in Berlin machen Experten auch den “Hauptstadtbonus” für die dramatisch steigende Nachfrage verantwortlich. Ein Deutscher würde ja auch eher in London, als in Leeds oder Sheffield investieren.

Neben dem Kriterium der Metropolregion spielt auch die geographische Nähe zum Investor eine Rolle bei der Wahl einer Immobilieninvestition. Norditaliener kaufen bevorzugt in Münschen oder Stuttgart, während sich Franzosen für Immobilien in Düsseldorf oder ebenfalls in Stuttgart interessieren. In Hamburg hingegen herrscht praktisch keine Nachfrage aus Südeuropa, dafür schauen sich Anleger aus Österreich, vorallem aus Wien, gerne nach geeigneten Investitionsobjekten um. Frankfurt am Main wird insbesondere von Investoren aus der Finanz- und Bankenbranche bevorzugt.

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