„Smart Metering“ mit so wenig Regulierung wie möglich

EDNA lehnt zusätzliche Marktrolle des „Gateway-Betreibers“ ab

Ein „Zuviel“ an Regulierung bedroht den Erfolg des Smart Metering, so der EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation jetzt in einer Stellungnahme zu den Festlegungen nach §§21b ff. EnWG an das Bundeswirtschaftsministerium. Danach müssen die erforderlichen Regeln für die Marktteilnehmer so eindeutig formuliert werden, dass auf dieser Basis möglichst viele Angebote für Kunden entstehen können. Dazu gehört in erster Linie eine zuverlässige, sichere aber auch schnelle und einfache Bereitstellung der Daten. Die in diesem Zusammenhang angedachte zusätzlichen Marktrolle des „Gateway-Betreibers“ sei dabei weder zielführend noch erforderlich. Nach Ansicht der EDNA-Projektgruppe „WiM“ würde eine Veränderung der Marktrollenkonstellation zu vielen Reibungsverlusten und zur Aufspaltung von Verantwortungen führen. „Die neue Rolle würde Änderungen in allen Markprozessen nach sich ziehen – und damit auch einen gewaltigen Aufwand bei allen Marktpartnern. Dies steht in keinerlei wirtschaftlich vertretbarem Verhältnis“, betont Heinrich Lang vom ifed Institut als Vorsitzender der EDNA-Projektgruppe „WiM“.

Schutzprofil wirkt sich auf Marktprozesse aus
Nur in einem liberalisierten Umfeld kann ein dynamischer und innovativer Energiemarkt entstehen, der möglichst viele Endverbraucher aktiv einbindet. Diese Beteiligung ist wiederum die Voraussetzung dafür, Ziele wie eine drastische Verbesserung der Energieeffizienz oder die nahtlose Einbindung und Steuerung der erneuerbaren Energien umzusetzen. Nach Auffassung des EDNA erfordert die Umsetzung dieser Ziele eine zuverlässige, sichere, schnelle und einfache Bereitstellung der Daten. „Konsequenterweise müssen nach den Schutzvorgaben für die zwischen Zähler und Gateway ausgetauschten Daten nun auch die Vorgaben für die darauf aufbauenden Marktprozesse überdacht werden. Dazu muss zunächst die Schutzwürdigkeit der Datenkette von Anfang bis Ende diskutiert werden, damit daraus Vorgaben für die Prozessgestaltung entstehen können. Auch die marktrollenspezifische Datenverantwortung ist eindeutig zu regeln“, so Heinrich Lang.

Smart Metering betrifft nicht nur Strom
EDNA ist weiterhin der Auffassung, dass der „Strom-Smart-Meter“ nur eine Zwischenetappe darstellt und die Grundlage für ein System schaffen soll, in dem auch andere Energieträger eingebunden sind. Gleichzeitig sollte bei den nun anstehenden Festlegungen darauf geachtet werden, dass keine Einschränkungen für künftige Marktentwicklungen und Hindernisse für die Akzeptanz beim Endkunden entstehen. Eine zwingende Tarifierung im Gateway oder die Schaffung einer neuen Monopolrolle beim Gateway-Betrieb passen damit nicht zusammen.

Der EDNA-Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. ist eine Vereinigung von Softwareherstellern, Unternehmensberatern und IT-Dienstleistern sowie Anwendern aus den Aufgabenbereichen des eBusiness in den Energiemärkten rund um die Energielogistik. Das Ziel der EDNA ist es, die Automatisierung der Geschäftsprozesse zwischen den Marktpartnern in der Energiewirtschaft zu fördern und dafür bestehende und neue Standards für den elektronischen Datenaustausch in den Softwaresystemen umzusetzen und damit „kaufbar“ zu machen. Gleichzeitig soll über ein Zertifizierungsverfahren und ein EDNA-Qualitätssiegel sichergestellt werden, dass IT-Systeme die festgelegten Standards auch tatsächlich erfüllen. Für den Anwender bedeutet das eine sehr viel größere Entscheidungs- und Investitionssicherheit als bisher, weil aufwändige Schnittstellenprogrammierungen und Integrationsanstrengungen überflüssig werden. Gleichzeitig kann er über die Automatisierung von Geschäftsprozessen erhebliche Rationalisierungspotenziale erschließen.
Folgende 67 Unternehmen/ Organisationen sind derzeit Mitglieder des EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V.:
AKTIF Technology GmbH, ArcMind Technologies GmbH, arvato systems | Technologies GmbH, Atos Origin GmbH, badenova AG&Co KG, Brady Energy AG
BTC Business Technology Consulting AG, Client Computing Germany GmbH, co.met GmbH, ConEnergy Unternehmensberatung GmbH & Co. KG, COUNT+CARE GmbH, Cronos Unternehmensberatung GmbH, CURSOR Software AG, DSC Unternehmensberatung GmbH, EBSnet eEnergy Software GmbH, EnDaNet GmbH
EnergiePartner GmbH, EnergyICT GmbH, enmore consulting AG, ENSECO GmbH
EW Medien und Kongresse GmbH, FACTUR Billing Solutions GmbH, Ferranti Computer Systems, Fichtner IT Consulting AG, Fraunhofer-Anwendungszentrum Systemtechnik (AST), GETEC Daten- und Abrechnungsmanagement GmbH, GISA GmbH, GÖRLITZ AG, HAKOM EDV Dienstleistungsges.m.b.H., IDESIA Consulting GmbH, IDS Scheer Consulting GmbH, InterSystems GmbH, inubit AG, IRM Integriertes Ressourcen-Management GmbH, items GmbH, ITF-EDV Fröschl GmbH, KARA AG, KEMA Nederland BV, Kisters AG, Klafka & Hinz Energie- und Informations-Systeme GmbH, KOMKE Consulting (BDU), Landis+Gyr GmbH, make IT GmbH, Manss und Partner GmbH, Meine-Energie GmbH, msu solutions GmbH, numetris AG, NZR – Nordwestdeutsche Zählerrevision GmbH & Co. KG, OFFIS, phi-Consulting GmbH, PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, procilon IT-Solutions GmbH, PSI AG, regiocom GmbH, Robotron Datenbank-Software GmbH, Schleupen AG, SDK – Software Development Kopf GmbH, SEEBURGER AG, SIV.AG, Software AG, SOPTIM AG, Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH, SWU Energie GmbH, ubitronix system solutions gmbh, VisoTech Softwareentwicklungsges.m.b.H., Wilken GmbH, Wilken Neutrasoft GmbH

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